Wichtigste Branchentrends (2025-2026)
Der globale Markt für elektrische Ausrüstung und Energietechnik befindet sich im Strukturwandel, der durch den Ausbau erneuerbarer Energien, den stark steigenden Strombedarf und die Modernisierung der Stromnetze vorangetrieben wird. Gestützt auf verlässliche Daten präsentieren wir Ihnen im Folgenden die konkreten, faktenbasierten Trends, die den Markt verändern.
1. Erneuerbare Energien werden Kohle bis 2026 als wichtigste Energiequelle ablösen.
Laut dem IEA-Bericht „Electricity 2026“ werden erneuerbare Energien bis 2026 Kohle als weltweit größte Stromquelle ablösen und damit die fast hundertjährige Dominanz der Kohle beenden. Solar-Photovoltaik und Windkraft werden bis 2026 20 % der globalen Stromerzeugung ausmachen (gegenüber 15 % im Jahr 2024), wobei Solarenergie in den kommenden Jahren Windkraft, Kernenergie und Wasserkraft überholen wird. Dieser Wandel führt zu einer steigenden Nachfrage nach Photovoltaik-Wechselrichtern, Transformatoren, Hochspannungstechnik und Verteilanlagen.
2. Rekordhohes Wachstum der Stromnachfrage verknappt das Komponentenangebot
Der weltweite Strombedarf wird um 3,3 % (2025) und 3,7 % (2026) steigen und damit doppelt so schnell wie der Gesamtenergiebedarf wachsen. Treiber dieser Entwicklung sind die Elektrifizierung der Industrie (60 % davon in Asien), der Ausbau von Rechenzentren und KI-Anwendungen sowie die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen. Dieser Anstieg hat zu Engpässen bei wichtigen Bauteilen wie Transformatoren, Schaltanlagen, Leistungsschaltern und Kabeln geführt und die Hersteller gezwungen, ihre Produktion deutlich zu erhöhen.
3. Sinkende Batteriespeicherkosten steigern die Nachfrage nach Netzflexibilität
Laut Daten von BloombergNEF sanken die Kosten für Vier-Stunden-Batteriespeicher im Vergleich zum Vorjahr um 27 % auf 78 US-Dollar/MWh im Jahr 2025 (ein Rekordtief). Dies führte im vergangenen Jahr zu einem weltweiten Ausbau der Solarspeicherkapazität um 87 GW. Sinkende Kosten treiben die Nachfrage nach intelligenten Netzsteuerungen, Batteriemanagementsystemen (BMS) und Stabilisierungstechnik zur Unterstützung der schwankenden Erzeugung erneuerbarer Energien an.
4. Asiatische Exporteure treiben das Wachstum globaler Lieferketten voran.
Die ersten Zolldaten für 2026 deuten auf robuste Exporte elektrischer Ausrüstung aus Asien hin: Chinas Exporte von Netzausrüstung stiegen im Vergleich zum Vorjahr (Januar-Februar) um 32,7 %, wobei Höchstspannungs- und flexible Gleichstromübertragungstechnik um 81,5 % zulegte. Die weltweite Nachfrage nach Niederspannungskomponenten und Verteiltransformatoren bleibt im Nahen Osten, in Nordamerika und Europa weiterhin hoch, wobei die Rohstoff- und Logistikkosten den Markt leicht belasten.
5. Langfristiger Ausblick: Investitionen in das Stromnetz werden stetiges Wachstum fördern
Die IEA prognostiziert, dass emissionsarme Energie bis 2030 50 % der globalen Stromerzeugung ausmachen wird (gegenüber 42 % im Jahr 2025), was massive Investitionen in Stromnetze und Speichersysteme erfordert. Dies führt zu einer anhaltenden Nachfrage nach effizienten und normkonformen Elektrogeräten in den Bereichen Wohnen, Gewerbe und Industrie.
Wichtigste Erkenntnis: Der Elektrogerätesektor dürfte bis 2026 ein stetiges Wachstum verzeichnen, angetrieben durch die Energiewende und den Netzausbau. Anbieter, die sich auf hocheffiziente, intelligente und nachhaltige Lösungen konzentrieren, werden die größten Marktchancen nutzen.
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Übrigens stammen alle Daten aus dem IEA-Strombericht 2026 und globalen Zollhandelsdaten.
Veröffentlichungsdatum: 17. März 2026





